Bohuslav Martinů
Bohuslav Martinů (1890–1959) war ein führender tschechischer Komponist, der für seine bedeutenden Beiträge zur modernen klassischen Musik bekannt ist. Im Laufe seiner Karriere komponierte er sechs Sinfonien, fünfzehn Opern, vierzehn Ballette sowie zahlreiche Orchester-, Kammer- und Vokalwerke. Der ehemalige Geiger der Tschechischen Philharmonie und Schüler von Josef Suk verließ 1923 die Tschechoslowakei und ging nach Paris. Dort wandte er sich von der Romantik ab und wandte sich modernen französischen Einflüssen und dem Jazz zu. Später entwickelte er einen unverwechselbaren neoklassischen Stil mit reichen Orchestertexturen. Zu seinen Hauptwerken zählen das Doppelkonzert für zwei Streichorchester, Klavier und Pauken, die Opern Juliette und Die Griechische Passion sowie zahlreiche von tschechischen Volksmelodien inspirierte Stücke. Nach seiner Flucht aus dem Europa der Kriegszeit in die USA wurden Martinůs Sinfonien von den großen amerikanischen Orchestern aufgeführt. In seinen späteren Jahren verbrachte er seine Zeit abwechselnd in Europa und New York und starb 1959 in der Schweiz. Martinůs Musik wird für ihren lyrischen Einfallsreichtum, ihre rhythmische Vitalität und ihren innovativen Einsatz von Folk-Elementen gefeiert.
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