Clip-on vs. pedal tuner
Warum kommt es auf den Typ des Stimmgeräts an?
Eine verstimmte Gitarre ist entweder eine Tragödie oder eine Komödie. Das hängt vom Blickwinkel des Publikums ab. Es gibt mehrere Arten von Stimmgeräten und jede ist in einer anderen Situation besser. Zu Hause brauchst du etwas anderes als auf der Bühne. Wir gehen die drei Haupttypen durch und sagen dir am Ende, was zuerst gekauft wird. Wenn du noch nie gestimmt hast, fang mit der Anleitung Gitarre stimmen an.
Clip-on-Stimmgerät: leise, zuverlässig, immer dabei
Ein Clip-on-Stimmgerät wird direkt auf die Kopfplatte geklemmt und liest die Schwingung des Holzes, nicht den Schall über ein Mikrofon. Das ist sein entscheidender Vorteil. Es funktioniert auch an lauten Orten, backstage vor dem Konzert oder in einem Saal, in dem zehn Leute gleichzeitig stimmen.
Eine gute Wahl für Anfänger sind die Modelle von Revoltage. Zum Beispiel das Revoltage CLT-1 (klassische Batterie, rund 10 €) oder das Revoltage CLT-5 mit USB-Ladung, wenn du keine Batterien wechseln willst. Beide haben ein drehbares Farbdisplay und ±1 Cent Genauigkeit, für Gitarristen mehr als genug. Wer etwas Hochwertigeres sucht, greift zum Revoltage CLT-6 mit abgerundetem kompaktem Gehäuse. Neben Revoltage funktionieren auch bewährte Modelle wie Korg PC-2, Snark SN-5X oder D'Addario NS Micro.
Ideal für: Akustik- und Konzertgitarre, Anfänger, Üben zu Hause, Konzerte in ruhigerer Umgebung. Genauso gut für Ukulele und E-Bass.
Sieh dir die ganze Auswahl an Clip-on-Stimmgeräten an.

Pedal-Stimmgerät: für Bühne und Pedalboard
Ein Pedal-Stimmgerät (zum Beispiel Boss TU-3, TC Electronic Polytune 3 oder Korg Pitchblack+) sitzt in der Signalkette zwischen Gitarre und Amp. Trittst du drauf, schaltet es den Ausgang stumm. So stimmst du auf der Bühne, ohne dass das Publikum es hört.
Das TC Electronic Polytune 3 geht noch weiter. Ein Anschlag prüft alle sechs Saiten gleichzeitig und zeigt sofort, welche verstimmt ist. Auf der Bühne ist das die Rettung.
Die Preise liegen zwischen 50 und 100 €. Eine Investition, die sich lohnt, sobald du ein Pedalboard hast oder regelmäßig spielst. Wo es zwischen den anderen Pedalen hingehört, steht in der Anleitung zum Pedalboard aufbauen.
Ideal für: E-Gitarre, Spieler mit Pedalboard, Live-Auftritte. Sieh dir Pedal-Stimmgeräte oder alle Gitarreneffekte an. Wenn du dein ganzes Rig zusammenstellst, sieh dir auch Gitarrenverstärker an.

Handy-App: die kostenlose Notlösung
Apps wie GuitarTuna oder Fender Tune sind kostenlos, in 30 Sekunden installiert und nutzen das Handymikrofon. In einem ruhigen Raum funktionieren sie hervorragend. Im Lärm versagen sie, weil sie alle Umgebungsgeräusche mitnehmen.
Nimm sie als Notlösung oder für die allerersten Tage, bis ein richtiges Stimmgerät da ist. Das Gleiche gilt bei Metronomen. Eine App tut es, Hardware ist verlässlicher.

Vergleich auf einen Blick
| Clip-on-Stimmgerät | Pedal-Stimmgerät | Handy-App | |
|---|---|---|---|
| Preis | 8–12 € | 50–100 € | kostenlos |
| Laute Umgebung | ✓ ja | ✓ ja | ✗ nein |
| Stummschaltung | ✗ nein | ✓ ja | ✗ nein |
| Für Akustik | ✓ ideal | nur mit Klinke | ✓ ja |
| Fürs Pedalboard | nein | ✓ ideal | ✗ nein |
| Einfachheit | ✓ maximal | ✓ einfach | ✓ einfach |
Was also kaufen?
Wenn du Anfänger bist oder überwiegend zu Hause spielst, reicht ein Clip-on-Stimmgerät völlig. Probier das Revoltage CLT-1 als Basis oder das Revoltage CLT-5 mit USB-Ladung. Beide sind günstig, zuverlässig und sitzen in einer Sekunde auf jeder Gitarre.
Sobald du später ein Pedalboard baust, kommt ein Pedal-Stimmgerät wie selbstverständlich dazu. Bis dahin genügt der Clip.
Sieh dir die ganze Auswahl an Stimmgeräten an. Und wenn neue Saiten anstehen, lies wie du Gitarrensaiten auswählst. Neue Saiten verstimmen sich die ersten Tage, das Stimmgerät brauchst du dann täglich.
Wenn du deine Ausrüstung ergänzt, sieh dir auch Plektren, Kapodaster und das übrige Gitarrenzubehör an.